Rabbiner Radbil, Gemeinderabbiner der jüdischen Gemeinde Osnabrück, Beiratsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland und des Rabbinerseminars zu Berlin

Der 1984 in der Ukraine geborene Rabbiner Radbil hat in Deutschland, England, USA und Israel studiert und erhielt seine Smicha von Dayan Ehrentreu (London) in Deutschland. Damit ist er seit dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten zwei in Deutschland ausgebildeten orthodoxen Rabbiner. Nach seiner Zeit als Assistenzrabbiner der Synagogen-Gemeinde Köln und der zweiundhalbjährigen Tätigkeit in Freiburg, hat er nun nach Osnabrück gewechselt, wo er die Stelle des Gemeinderabbiners übernommen hat.

 

Besonders hilfreich erweisen sich dabei seine Kenntnisse sowohl der deutschen als auch der russischen Sprachen (aber auch einigen weiteren). So kann er neben der jüngeren Generation auch mit den älteren, meist russischsprachigen Gemeindemitgliedern direkt kommunizieren und sie betreuen.

Rabbiner Radbil ist Autor des 2011 beim Friedberger Verlagshaus Schlosser erschienenen Buches "Die moderne Welt durch die Brille der Tora: jahrtausendalte Antworten auf moderne Fragen".

 

Darüber hinaus schreibt er regelmäßig für die Jüdische Allgemeine, Jüdische Rundschau, Lev und andere deutsch- und russischsprachige Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland und Ausland, die über jüdische Themen berichten.

 

Siddur für Kinder Teil 1

 

Wir sind sehr froh allen unser neues Projekt präsentieren zu können.

Hier ist der Text von der Jüdischen Allgemeine dazu.

Vor Kurzem ist die erste jüdische Kinderbibel seit 50 Jahren in Deutschland erschienen. Nun gibt es auch einen neuen deutschsprachigen Kindersiddur. Sein erster Teil, Schacharit, macht den Nachwuchs mit dem Morgengebet vertraut. Entworfen wurde der Siddur für Kinder von Rabbiner Avraham Yitzchak Radbil und seiner Frau Mascha.

Der orthodoxe Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und die Rebbetzin, Eltern dreier Kinder (das älteste fünf Jahre alt), hatten vergeblich nach einem deutschen Siddur gesucht, um die Kleinen systematisch ins Gebet einzuführen. Dann entschieden sie, den Siddur selbst herauszugeben.

BILDER Das Ergebnis ist ein für Kinderhände griffiges und schön gebundenes Buch mit vielen bunten Abbildungen von Jungen und Mädchen beim Spiel und beim Gebet, für die Rabbiner Radbil die Rechte im Internet erwarb. Der Siddur ist nicht nur für jüngere Kinder, sondern auch als Geschenk für eine Bar- oder Batmizwa gut geeignet.

»Dieser Siddur soll euch helfen, den ersten Schritt in die unendliche und geheimnisvolle Welt der Gebete zu machen«, so Michael Grünberg, Vorsitzender des Bundes traditioneller Juden, in seinem Vorwort. Für den Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz schreibt Rabbiner Zsolt Balla, in viele Synagogen komme eine wachsende Anzahl von Kindern, »die keine Verbindung zur jüdischen Tradition haben, weil sie keine Verbindung zum Gebet haben«.

Der Siddur beginnt mit dem Morgengebet Mode Ani für Jungen (beziehungsweise Moda Ani für Mädchen). Die Gebetstexte sind in punktiertem Hebräisch, in lateinischer Transkription und auf Deutsch wiedergegeben. Es folgen der Segen für Netilat Jadaim und über die Zizit. Gefolgt werden die Segenssprüche von wichtigen Bestandteilen des Morgengebets. Die 18 Brachot der Amida sind übersichtlich dargestellt; durch das Buch ziehen sich kindgerecht formulierte Fragen, illustriert durch einen Jungen mit Kippa, der einen Telefonhörer in der Hand hält. 

FRAUEN Der Siddur für Kinder richtet sich nach dem orthodoxen Nussach. So lesen wir in Birkot Haschachar den traditionellen Segensspruch für Männer: »Gelobt seist du, Haschem, unser Gott, König der Welt, der du mich nicht als Frau erschaffen hast.«

Dass Frauen nicht als minderwertig betrachtet werden, zeigt die anschließende Frage: »Wusstest du, dass die Mädchen sagen: ›Gelobt bist du, Haschem, der mich nach seinem Willen erschaffen hat‹, weil Mädchen von Haschem perfekt erschaffen wurden?« Der zweite Teil des Siddurs, Birkat Hamason (Tischgebet), soll demnächst erscheinen.

Mascha und Avraham Yitzchak Radbil: »Siddur für Kinder. Teil 1: Schacharit«, herausgegeben vom Bund traditioneller Juden, Druckerei Peik Bechmann, Leipzig 2013, 64 S., 10 €. Für Bestellungen und Anfragen: info@btjd.de

 

Die moderne Welt durch die Brille der Tora

 

Leider ist die Vorstellung über das orthodoxe Judentum in Deutschland immer noch sehr verzerrt. Dieses Buch soll diese Einstellung verändern und dem Leser beibringen, dass die Quelle, aus der ein orthodoxer Jude Antworten auf seine Fragen sucht, nämlich die Tora und der Talmud, in ihrer Weisheit auch heute uns auf alle unsere Fragen eine Antwort geben kann, man muss nur wissen wie und wo man danach suchen soll.

 

Es ist ein Buch, das in einem weitgehend aufgeklärten Nachkriegsdeutschland erscheint und ist ein weiterer Meilenstein in der deutsch-jüdischen Beziehung. Das Buch könnte aber auch für jeden gewöhnlichen Menschen, der gerne über die Welt und die Werte der Gesellschaft nachdenkt und philosophiert, von Interesse und Hilfe sein.

 

http://shop.strato.de/epages/61430621.sf/de_DE/?ObjectID=24149574

Современный мир сквозь призму Торы

 

При попытке представить себе ортодоксального еврея у большинства людей чаще всего возникает образ мужчины с длинной бородой и нестриженными прядями волос на висках, живущего на протяжении многих поколений в своем микрокосмосе с архаичными традициями, отвергающий достижения современности и безразличный к внешнему миру.

Цель данной книги — изменить это представление и показать читателю, что Тора и Талмуд, в которыx ортодоксальный еврей ищет ответы на свои вопросы, является уникальным источником мудрости и дает ответы на все наши вопросы, но только в том случае, если мы знаем как их искать.

ISBN 978-966-2615-92-0
переплет: м/п
формат: 140х215 
кол-во стр.: 160 стр.
год издания:  2014
http://knigionline.com/product/19132-sovremennyy-mir-skvoz-prizmu-tory-e-book/

Современный мир сквозь призму Торы - Раввин Авраам Ицхак Радби